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Energiewirtschaft · Heizgradtage & Gradtagszahl

Heizgradtage & Gradtagszahl aus Wetterdaten

Postleitzahl eingeben – der Rechner ermittelt die nächstgelegene Wetterstation, lädt die Temperaturwerte für den gewählten Zeitraum und berechnet daraus die Heizgradtage G15 nach VDI 3807 und die Gradtagszahl Gt20/15 nach VDI 2067. Nützlich zur Witterungsbereinigung von Verbrauchsdaten. Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser, es werden nur die Wetterdaten von einem öffentlichen Dienst geladen.

Standort

Fünfstellige deutsche Postleitzahl. Es wird automatisch die nächstgelegene DWD-Wetterstation ermittelt.

Zeitraum

Zeiträume über einem Jahr können die Ladezeit spürbar erhöhen.

Ergebnis

Postleitzahl und Zeitraum eingeben, dann „Heizgradtage berechnen" klicken.

Witterungsbereinigung

Machen Sie Ihren Heizenergieverbrauch über verschiedene Jahre oder Standorte vergleichbar – bezogen auf die tatsächliche Kälte der jeweiligen Heizperiode.

Wird ausgefüllt, sobald Heizgradtage berechnet wurden. Ergebnis erscheint direkt darunter.
Bei vollständigen 12-Monats-Zeiträumen wird der amtliche DWD-Klimafaktor der PLZ verwendet – identisch mit dem Energieausweis-Verfahren (Referenz Potsdam TRY2011). Für kürzere Zeiträume greift das Monatsverfahren: Summe der Potsdam-Referenz-Gradtage der abgedeckten Monate (tagesscharfes Normal 1981–2010, DWD-Säkularstation) ÷ Gradtagszahl Gt20/15 am Standort. Bereinigter Verbrauch = gemessener Verbrauch × Klimafaktor.
Formeln:
G₁₅ = Σ (thg − ta) über alle Heiztage, thg = 15 °C (VDI 3807)
Gt20/15 = Σ (ti − ta) über alle Heiztage, ti = 20 °C, Heizgrenze 15 °C (VDI 2067)
Dabei ist ta die mittlere Außentemperatur des jeweiligen Heiztages und ein Heiztag jeder Tag mit ta unter der Heizgrenze von 15 °C.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen G15 und der Gradtagszahl?

Beide zählen dieselben meteorologischen Heiztage (Tagesmittel unter 15 °C), summieren aber unterschiedliche Differenzen: G15 nach VDI 3807 summiert (15 °C − Tagesmittel), die Gradtagszahl Gt20/15 nach VDI 2067 summiert (20 °C − Tagesmittel) und bildet damit die tatsächlich benötigte Heizarbeit realistischer ab.

Wie genau sind die verwendeten Wetterdaten?

Die Tagesmitteltemperatur wird aus den frei verfügbaren Stundenwerten der nächstgelegenen DWD-Wetterstation gemittelt. Das ist eine Näherung an die offizielle DWD-Tagesmitteltemperatur (TMK), die nach einer eigenen Berechnungsmethode ermittelt wird und ohne eigene Serverinfrastruktur nicht direkt abrufbar ist. Für die praktische Einordnung von Verbrauchsdaten ist die Näherung ausreichend genau.

Wofür werden Heizgradtage und Gradtagszahl verwendet?

Sie dienen der Witterungsbereinigung: Heizenergieverbrauch unterschiedlicher Jahre oder Standorte wird vergleichbar, indem er auf die tatsächliche Kälte der jeweiligen Heizperiode bezogen wird – etwa bei der Erfolgskontrolle von Sanierungen oder im Energiemonitoring nach ISO 50001.

Datenquelle & Methodik: Die Temperaturwerte stammen über die freie Schnittstelle Bright Sky aus den offenen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Verwendet werden die stündlichen Messwerte der nächstgelegenen Station; die Tagesmitteltemperatur wird daraus gemittelt. Das weicht methodisch leicht von der amtlichen DWD-Tagesmitteltemperatur (TMK) ab, die auf einem eigenen, nicht öffentlich per Browser abrufbaren Rechenverfahren beruht. Tage mit weniger als 18 von 24 Stundenwerten werden aus der Berechnung ausgeschlossen und in der Tagesabdeckung ausgewiesen.